DIN 18040 Rampen – wenn Barrierefreiheit belastbar geplant werden muss
In Gewerbe und öffentlicher Hand geht es nicht nur darum, „irgendwie rüberzukommen“. Entscheidend sind Steigung, Podeste, Bewegungsflächen, Handläufe und eine Wegeführung, die im Alltag zuverlässig funktioniert.
Diese Seite ist bewusst eine Planungsseite: Wir klären Anforderungen, Bestand und Nutzung und leiten daraus die technisch und funktional passende Ausführung ab. Als Systembasis kommen modulare Rampensysteme aus Stahl (Trident) und aus Aluminium (RLS) zum Einsatz, die jeweils objektbezogen geplant und entsprechend der Rahmenbedingungen sorgfältig ausgewählt werden.
Was bei DIN 18040-orientierten Rampenprojekten wirklich zählt
Die Norm liefert den Rahmen – in der Praxis entscheiden aber oft die Details im Bestand. Wir übersetzen Anforderungen in eine Lösung, die nutzbar bleibt und sich sauber umsetzen lässt.
Typische Planungsbausteine
- Steigung & Länge: realistisch nutzbar – nicht nur rechnerisch
- Podeste: an Türen, Richtungswechseln, Ruhe-/Wartepunkten
- Bewegungsflächen: Drehen, Kreuzen, Bedienen (z. B. Tür/Automatik)
- Geländer/Handlauf: passend zur Nutzung und Verantwortungssituation
- Oberfläche & Kanten: rutschhemmend, seitlich sicher geführt
Eine „DIN-nahe“ Rampe scheitert in der Praxis selten am System – sondern an Platz, Untergrund, Türsituationen oder fehlenden Podesten. Wir klären diese Punkte vor der Umsetzung, damit Ihr Projekt nicht nachgebessert werden muss.
Gerade im Bestand – insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden – ist „in die Substanz eingreifen“ oft nicht möglich oder nicht gewünscht. Durch unsere Modulbauweise lassen sich Rampenläufe und Podeste so planen, dass die Anlage in sich verbunden und dadurch tragfähig ist. In vielen Fällen kann das bedeuten: keine baulichen Veränderungen am Bestand – wir stimmen die Ausführung transparent mit Ihnen und den zuständigen Stellen ab.
Welche Unterlagen wir für eine belastbare Planung benötigen
Damit wir schnell zu einer klaren Richtung kommen, brauchen wir keine „Papier-Schlacht“ – aber ein sauberes Bild der Situation. Für die Erstprüfung reichen oft wenige Punkte.
Maße & Bestand
- Höhe (cm) vom Start bis Zielebene
- verfügbare Fläche (Länge/Breite) inkl. möglicher Podestzonen
- Tür-/Zielbereich: Öffnung, Schwelle, Bedienhöhe (falls relevant)
- Untergrund: Pflaster/Beton/Asphalt/Kies + Gefälle
Nutzung & Rahmenbedingungen
- öffentliche Nutzung / Mitarbeiter / Besucher / Lieferverkehr
- Rollstuhl (Selbstfahrer), Rollator, Begegnungsverkehr
- Frequenz: gelegentlich oder täglicher Publikumsverkehr
- Budget-/Zeitfenster und gewünschter Umsetzungsmodus (mit/ohne Montage)
Systembasis für große Anlagen: Trident & RLS
Wir reduzieren hier bewusst auf das Wesentliche: zwei Systemlinien, die wir objektbezogen auslegen. Fokus ist nicht „Katalog“, sondern Planung + Umsetzung.
Trident – modulares Rampensystem aus feuerverzinktem Stahl
Trident ist ein modulares Rampensystem aus feuerverzinktem Stahl mit Streckmetall-Lauffläche. Rampenläufe, Podeste und Geländer werden zu einer in sich verbundenen, tragfähigen Gesamtanlage kombiniert und objektbezogen geplant.
- Material: feuerverzinkter Stahl
- Oberfläche: Streckmetall, stark griffig, keine Wasseransammlung auf der Lauffläche
- Modular: Rampenläufe, Podeste, Richtungswechsel, Geländer oder Handlauf kombinierbar
- Planung: Untergrund, Tragpunkte und Übergänge werden von Anfang an berücksichtigt
RLS – modulares Aluminium-Rampensystem (DIN-orientiert)
RLS ist ein Aluminium-Rampensystem mit werkseitiger Rutschhemmklasse R12. Je nach Nutzung, Witterung und Anforderung kann die Oberfläche optional auf R13 (z. B. mit Korundbelag) ausgeführt werden. Die Planung erfolgt objektbezogen und – falls gefordert – DIN-18040-orientiert.
- Material: Aluminium
- Rutschhemmung: Standard R12, optional R13
- Aufbau: modulare Rampenläufe und Podeste
- Planung: DIN-18040-orientiert, Abweichungen werden transparent abgestimmt
So läuft ein DIN 18040-orientiertes Projekt bei uns ab
Entscheider brauchen Verlässlichkeit: klare Schritte, klare Unterlagen, klare Freigaben. Genau so strukturieren wir die Planung.
1) Vorprüfung
Fotos/Pläne/Grunddaten prüfen: Machbarkeit, Platz, Untergrund, Anforderungen.
2) Konzept
Rampenlauf, Podeste, Geländer, Übergänge – inklusive klarer Eckdaten und Abstimmung.
3) Umsetzung
Nach Freigabe koordinieren wir Lieferung/Montage – oder begleiten Ihre Gewerke.
Praxishinweis: Untergrund, Wendeflächen & Rampenlängen
Für eine dauerhaft nutzbare Rampe reicht es nicht, nur den Höhenunterschied zu betrachten. In der Planung berücksichtigen wir immer die gesamte Situation – damit Anfahren, Nutzen und Verlassen sicher funktioniert.
- Tragfähiger Untergrund: an allen Auflage- und Stützpunkten der Konstruktion (inkl. Anschlussflächen).
- Wendeflächen: vor und hinter der Rampe, damit Rollstuhl- und Rollatornutzer sicher anfahren, halten und wenden können.
- Rampenläufe (DIN-orientiert): durchgehende Läufe sind in der Regel auf max. 6,0 m begrenzt und werden durch Podeste unterbrochen.
- Übergänge: Anschlüsse und Kanten so ausführen, dass keine Stolperkanten oder „Setzungen“ die Nutzung erschweren.
Diese Punkte fließen direkt in die Geometrie (Lauf, Podeste, Geländer) und die Abstimmung mit dem Bestand ein.
Sie brauchen eine belastbare DIN 18040-orientierte Rampenplanung?
Senden Sie Fotos/Pläne und die Grundmaße – wir geben Ihnen eine klare Richtung, mit welchem Aufbau (Trident/RLS) die Umsetzung realistisch und sauber planbar ist.
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